Der Puls der Farben – Vernissage im Rathaus Hockenheim
Mit einer Vernissage im Rathaus Hockenheim wurde die Ausstellung der Künstlerin Dominika Irmler eröffnet. Unter dem Titel „Passion und Pulse“ präsentiert sie dort abstrakte Acrylgemälde, die von Spontaneität, Ausdrucksstärke und unterschiedlichen Einflüssen geprägt sind. Dabei ist mit „Pulse“ die deutsche Mehrzahl von Puls gemeint, nicht die englische Schreibweise. Gerade diese Verbindung von Deutsch und Englisch spiegele auch die Werke wider, in denen Verschiedenes zusammenkomme, so die Künstlerin.
Oberbürgermeister Marcus Zeitler eröffnete die Ausstellung und hob hervor, dass das Rathaus nicht nur ein Ort für Amtsgeschäfte, sondern auch ein Ort der Begegnung sei. „Nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger, die im Rathaus Rat suchen, sondern auch für unsere Mitarbeitenden, die hier Tag für Tag Zeit verbringen, sind die Bilder eine Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen. Danke, dass Sie Farbe und Freude ins Rathaus bringen.“
Auch Christian Kramberg vom Kunstverein Hockenheim e. V. sprach zur Eröffnung. Er freute sich, dass der Kunstverein bereits zum dritten Mal im Rathaus ausstellen dürfe, und stellte Dominika Irmler näher vor. Die aus Polen stammende Künstlerin studierte dort Philologie und Journalistik sowie später in Heidelberg Deutsch als Fremdsprache und Philologie. Nach 14 Jahren an einer Grundschule begann sie mit Mitte 40 zusätzlich ein Studium der Sozialen Arbeit. Kramberg betonte außerdem ihre Ausdauer und Zielstrebigkeit, die sich auch darin zeige, dass sie mehrere Marathons absolviert habe. Viele Dinge im Leben seien wie ein Marathon, sagte er – wichtig sei es, dranzubleiben.
Dominika Irmler, die auch Mitglied im Hockenheimer Kunstverein ist, nutzt die Ausstellung, um ihre Arbeiten im Rathaus zu präsentieren und ihre künstlerische Handschrift einem breiten Publikum zu zeigen. In ihren abstrakten Gemälden verbinden sich leuchtende Farben mit dynamischen Formen. Ihre Werke leben von Kontrasten, vom Zusammenspiel intensiver Farbtöne und von einer offenen Bildsprache, die Raum für eigene Interpretationen lässt. Sie wolle Emotionen wecken und dazu einladen, die Schönheit des Ungeplanten zu entdecken, machte die Künstlerin deutlich.
Sie selbst dankte den Gästen für ihr Kommen sowie allen Unterstützenden. Zudem gab sie persönliche Einblicke in ihre Arbeitsweise: Oft beginne sie ohne festen Plan vor einer leeren Leinwand und lasse sich von Farben und spontanen Impulsen leiten. Häufig entstünden diese nicht im Atelier, sondern draußen. Nicht jedes Bild spreche jeden Menschen gleichermaßen an, könne aber dennoch etwas in uns bewegen. Außerdem kündigte sie an, den Erlös aus dem Verkauf von zwei Bildern an die Betreuungsgruppe und den Gesprächskreis „Garten“ der Kirchlichen Sozialstation Hockenheim e.V. zu spenden. Das Angebot richtet sich an Kinder mit Autismus und AD(H)S sowie an ihre Eltern.
Die Werke von Dominika Irmler sind in den kommenden Wochen während der Öffnungszeiten des Hockenheimer Rathauses zu sehen: montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 14 bis 18 Uhr.














