Feuerwehrfahrt mit dem Gemeinderat: Falschparker bringen Einsatzkräfte ins Schwitzen

An der Verkehrsfahrt der Feuerwehr unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Daniel Ernst (l.) nahmen unter anderem Bürgermeister Matthias Beck (fünfter v.l.) sowie zahlreiche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte teil. (Bild: Stadtverwaltung Hockenheim)

Bei einer gemeinsamen Feuerwehrbefahrung mit dem Gemeinderat wurde deutlich, wie sehr falsch geparkte Fahrzeuge Rettungseinsätze erschweren können. Besonders angespannt wurde die Situation an der Ecke Jahnstraße und Luisenstraße. Dort stand ein Pkw nicht ordnungsgemäß geparkt und zu nah an der Kreuzung. Da die Straße eng und auf beiden Seiten vollständig zugeparkt war, blieben zwischen der Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr und dem Fahrzeug nur wenige Zentimeter Platz. Der Fahrer der Drehleiter kam dabei ordentlich ins Schwitzen, und es dauerte mehrere Minuten, bis der Maschinist die Engstelle vorsichtig passieren konnte.

Bürgermeister Matthias Beck und Feuerwehrkommandant Daniel Ernst erläuterten in einer kurzen Ansprache die Problematik. Zugestellte Kreuzungen und enge Straßenstellen erschweren den Einsatz der Feuerwehr erheblich und können im Ernstfall Menschenleben gefährden.

Autofahrer, die im Bereich einer engen oder unübersichtlichen Straßenstelle oder in einer scharfen Kurve parken, müssen mit einem Verwarnungsgeld von 35 Euro rechnen. Als eng gilt eine Straßenstelle, wenn weniger als 3 Meter Platz für durchfahrende Fahrzeuge bleibt. Wer dadurch andere behindert, muss bereits 55 Euro Strafe zahlen.

Besonders bei Großveranstaltungen verschärft sich die Lage nach Angaben der Feuerwehr deutlich. Dann seien viele Straßen komplett zugeparkt, wodurch Einsatzfahrzeuge noch häufiger Probleme hätten, rechtzeitig zum Einsatzort zu gelangen.

Zugestellte Kreuzungen und enge Straßenstellen erschweren den Einsatz der Feuerwehr erheblich. (Bild: Stadtverwaltung Hockenheim)

Beim Durchfahren der Albert-Einstein-Straße musste der Abschleppdienst aus Neulußheim gleich zweimal ausrücken. In der Nähe des Postillion-Kindergartens an einem großen Mehrfamilienhaus sind spezielle Feuerwehraufstellflächen ausgewiesen, da es in dem Gebäude nur einen Rettungsweg gibt. Diese befestigten und gekennzeichneten Flächen ermöglichen Hubrettungsfahrzeugen wie Drehleitern einen sicheren Einsatz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung. Wer diese Flächen zuparkt, muss mit 55 Euro Strafe rechnen.

Eines der abgeschleppten Fahrzeuge stand zusätzlich in einer Kurve. Für den Fahrzeughalter wurde es dadurch besonders teuer: Der gesamte Einsatz kostete ihn 220 Euro.

Die Stadt hat inzwischen bereits ein Konzept zur Verbesserung der Parksituation in Auftrag gegeben. Dabei soll zunächst der Bestand an Stellplätzen und Parkflächen im gesamten Stadtgebiet analysiert werden. Langfristig ist geplant, Parkflächen so zu verteilen, dass Rettungswege konsequent freigehalten werden. Die Erkenntnisse aus der Feuerwehrbefahrung sollen dabei direkt in die Analyse und das bestehende Konzept einfließen.

Am Ende des Abends wurden insgesamt 17 Verwarnungen ausgesprochen und zwei Fahrzeuge abgeschleppt. Feuerwehrkommandant Daniel Ernst zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden und kündigte an, die Feuerwehrbefahrung künftig regelmäßig im Stadtgebiet durchführen zu wollen.

Kontakt

Stabsstelle OB - Kommunikation: Abteilung externe und interne Kommunikation
Rathausstraße 1
68766 Hockenheim
Telefon 06205 210
Fax 06205 212990
Christoph Henninger

Stabsstelle OB - Kommunikation

Persönlicher Referent des Oberbürgermeisters & Leitung Stabsstelle

Telefon 06205 212020
Fax 06205 212015
Raum 118
Svenja Pastoors

Stabsstelle OB - Kommunikation
Abteilung Externe und Interne Kommunikation
Pressesprecherin

Telefon 06205 212021
Raum 109
Lisa Tremblay

Stabsstelle OB - Kommunikation
Abteilung Externe und Interne Kommunikation
Social-Media-Redakteurin

Telefon 06205 21 2022
Raum 109

Karriere

Starten Sie Ihre Karriere in Hockenheim

Unsere Partner