Hockenheimring: Sechskampf um den DTM-Titel 2026 auf dem Hockenheimring

DTM-Finale 2026

Titelfavorit Thomas Preining beim Test in Hockenheim vor dem ShowdownBild: © Hockenheim-Ring GmbH
  • Das DTM-Saisonfinale 2026 steigt vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg
  • Thomas Preining (Porsche), Maro Engel (Mercedes-AMG) und Marco Wittmann (BMW) kämpfen um den DTM-Titel
  • Auch in allen Rahmenrennserien fällt die Entscheidung um die Meisterschaft erst beim Saisonfinale

Den Hockenheimring und die DTM verbindet eine jahrzehntelange Tradition: Mehr als 30-mal wurde das Saisonfinale bereits auf der Rennstrecke gefeiert. Vom 9. bis 11. Oktober wird diese Geschichte mit dem DTM-Finale 2026 fortgesetzt. Und wie so oft in der Vergangenheit, wird die Entscheidung um die Meisterkrone auch in diesem Jahr auf dem 4,5 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs fallen. Mathematisch haben noch sechs Fahrer Chancen, die Nachfolge von Porsche-Pilot Ayhancan Güven anzutreten. Der Türke hatte sich im vergangenen Oktober wenige Meter vor der Zielflagge mit einem atemberaubenden Manöver gegen BMW-Ass Marco Wittmann in der Sachs-Kurve den Titel gesichert.

Marco Wittmann ist auch einer jener Fahrer, die mit intakten Titelchancen nach Hockenheim reisen. Der Franke aus dem Team Schubert Motorsport ist der Mann der Stunde in der DTM. In den letzten vier Rennen sammelte der zweimalige DTM-Champion im BMW M4 GT3 EVO nicht weniger als 76 Punkte – mehr als jeder andere im Feld. Damit liegt Wittmann als Tabellendritter nur noch einen Zähler hinter Maro Engel. Der Wahl-Monegasse büßte im Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team Winward in den letzten beiden Rennwochenenden 55 Punkte auf Wittmann ein und verlor damit auch die Tabellenführung an Thomas Preining. Der DTM-Champion von 2023 erlebte zuletzt einen ähnlichen Höhenflug wie Wittmann und verbuchte im Porsche 911 GT3 R von Manthey Racing in den letzten vier Rennen 72 Zähler. Der Vorsprung des Österreichers auf Engel beträgt vor dem Finale 23 Punkte.

Was komfortabel klingt, es aber nicht ist, sind in Hockenheim doch insgesamt noch 56 Punkte zu holen. Damit haben auch Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf/Mercedes-AMG GT3), Matteo Cairoli (Emil Frey Racing/Ferrari 296 GT3) und Nicki Thiim (Comtoyou Racing/Aston Martin AMR Vantage GT3 EVO) zumindest noch rechnerische Titelchancen. Andererseits: Welche Rennserie wäre hierfür prädestinierter als die extrem hart umkämpfte DTM mit ihren beiden Ein-Stunden-Rennen inklusive insgesamt drei Pflicht-Boxenstopps pro Wochenende und 21 der besten Rennfahrer der Welt in ihren mehr als 550 PS starken GT3-Boliden von acht verschiedenen Marken?

Auch die Team- und Markenwertung genießen in der DTM einen hohen Stellenwert. Bei den Teams führt das Mercedes-AMG Team Winward mit 282 Zählern vor Manthey Racing (262), Schubert Motorsport (249) und Emil Frey Racing (236). Unterdessen steht Mercedes angesichts eines 68-Punkte-Polsters auf Porsche vor dem 17. Gewinn der Marken-Meisterschaft.

An dieser Stelle sei nochmals auf den geänderten Zeitplan am Sonntag hingewiesen. Während das Samstagsrennen wie immer um 13.30 Uhr gestartet wird, erlischt die Startampel tags darauf erst um 16.30 Uhr. Nach der Zieldurchfahrt wird der Start/Ziel-Bereich geöffnet, damit die Rennfans die Sieger- und Meisterehrung aus der ersten Reihe miterleben können.

Heißes Duell im Kampf um die "Road to DTM"-Wertung

Spannung herrscht auch in den DTM-Rahmenrennserien, die allesamt in Hockenheim noch ihre Meister krönen. Im ADAC GT Masters, in dem am Samstag und Sonntag ebenfalls je ein einstündiges Rennen ausgetragen werden, in dem sich aber zwei Fahrer einen GT3-Boliden teilen, läuft alles auf ein hartes Titelduell zwischen zwei Fahrzeugbesatzungen hinaus: Leyton Fourie und Tim Zimmermann gehen im BMW M4 GT3 EVO von FK Performance Motorsport als Tabellenführende ins Finale. Das australisch-deutsche Duo weist allerdings nur fünf Punkte Vorsprung auf Felix Hirsiger und Finn Zulauf im Lamborghini Huracán GT3 Evo2 des Liqui Moly Team Engstler Motorsport auf.

Mindestens ebenso spannend ist der Ausgang der "Road to DTM", in der Fourie mit nur sieben Punkten Vorsprung auf Zulauf führt. Beide haben damit beste Chancen, in die Fußstapfen von Finn Wiebelhaus zu treten. Der 20-Jährige entschied die Wertung im Vorjahr für sich, sicherte sich damit entscheidende finanzielle Unterstützung für den Aufstieg in die DTM und sorgt in diesem Jahr im Ford Mustang GT3 des HRT-Teams in Deutschlands Vorzeige-Rennserie für Furore.

Drei Rennen in der ADAC GT4 Germany

In der ADAC GT4 Germany können die Fans im Hockenheimer Motodrom sogar drei Ein-Stunden-Rennen erleben. Die Verantwortlichen konnten am Samstag trotz des engen Zeitplans einen Ersatzlauf für das abgesagte Sonntagsrennen auf dem Sachsenring unterbringen. Auch in dieser Serie ist der Ausgang der Meisterschaft noch völlig offen. Sogar drei Teams haben noch exzellente Titelchancen. Das australisch-deutsche Duo Lachlan Robinson/Denny Berndt führt im Porsche 718 Cayman GT4 RS CS von AVIA W&S Motorsport nur fünf Zähler vor Jan-Philipp Springob und Philipp Gogollok im Aston Martin GT4 EVO von COSY Racing by ESM. Und wiederum nur drei Zähler dahinter lauert mit dem Italiener Gabriele Piana und dem Finnen Benjamin Sylvestersson (BMW M4 GT4 EVO/FK Performance Motorsport) ein Duo, in dem zumindest Piana als GT4-Champion von 2023 genau weiß, wie man einen Titel-Showdown für sich entscheidet.

Vierkampf im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland

Völlig offen ist auch der Ausgang im Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland. Den führenden Südafrikaner Keagan Masters (Proton Competition) und den niederländischen Porsche-Junior Flynt Schuring (Schumacher CLRT), der bereits den Titel im Porsche Mobil 1 Supercup 2026 für sich entschieden hat, trennen lediglich sieben Punkte. Und auch die beiden Deutschen Alexander Tauscher (Target) und Theo Oeverhaus (ID Racing) liegen mit 24 beziehungsweise 27 Zählern Rückstand auf Masters und 50 in den beiden Rennen zu vergebenden Punkten noch in Schlagdistanz. In der ProAm-Wertung führt Michael Essmann (Team 75 Bernhard) elf Punkte vor Sören Spreng (GP Elite), und bei den Rookies hat der Luxemburger Chester Kieffer (Schumacher CLRT) ebenso viel Vorsprung auf den Niederländer Sam Jongejan (Team 75 Bernhard). Für jede Menge Spannung ist also gesorgt. Zumal Hockenheim-Kenner wissen: Wenn mehr als 30 der rund 525 PS starken, von ihren Piloten herzhaft bewegten Porsche 911 Cup mit ihrem herrlichen Sound von der Leine gelassen werden, bebt das altehrwürdige Motodrom.

Etwas klarer sieht die Sache derweil im BMW M2 Cup aus. Michael Schrey geht mit 40,5 Punkten Vorsprung auf Christopher Holst in die letzten beiden Rennen des neuen Münchner Markenpokals.

Vielfältige Unterhaltung in der DTM Fan Zone

Ist allein das Programm auf der Rennstrecke allemal einen Besuch auf dem Hockenheimring wert, wird auch abseits des Asphalts in der DTM Fan Zone ein buntes Unterhaltungsangebot mit Musik, Shows, Interviews, Autogrammstunden und vielem mehr geboten. Und das wie immer zu familienfreundlichen Eintrittspreisen. Wer nur am Freitag einmal schnuppern möchte, kann das für 15 Euro (Erwachsene) tun. Die Tageskarten für Samstag und Sonntag inklusive Fahrerlager-Zutritt beginnen bei 49 Euro, das günstigste Wochenend-Ticket gibt's schon für 69 Euro. Karten sind über die offizielle Website www.dtm.com erhältlich.

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