Tag des offenen Denkmals
Kirchen, Museen und Sehenswürdigkeiten öffnen am 13. September ihre Türen
Hockenheim blickt bereits auf eine über 1250 Jahre lange Geschichte zurück und noch heute erinnern Denkmäler im Stadtgebiet an die Geschichte der Rennstadt. Im Rahmen des Aktionstags „Tag des offenen Denkmals“ wird ein Stück Hockenheimer Geschichte für die Bevölkerung zugänglich gemacht. Am Sonntag, den 13. September 2026, öffnen der der Wasserturm, das Tabakmuseum, der jüdische Friedhof, die katholische Kirche St. Georg sowie die evangelische Stadtkirche ihre Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher.
Wasserturm: 14:00 bis 18:00 Uhr
Wer schon immer einmal die Aussicht vom Hockenheimer Wasserturm (Wasserturmanlage 4, 68766 Hockenheim) genießen wollte, hat am „Tag des offenen Denkmals“ von 14:00 bis 18:00 Uhr die Möglichkeit, den Turm nicht nur von innen zu bewundern, sondern auch über die Wendeltreppe zur Aussichtsplattform hinaufzusteigen. Vor Ort stehen zudem Ansprechpersonen bereit, um Besucherinnen und Besucher mit spannenden Informationen rund um den Wasserturm zu versorgen.
Tabakmuseum: 14:00 bis 16:00 Uhr
Tabakanbau und -verarbeitung haben in Hockenheim eine lange Tradition. Im Tabakmuseum (Untere Mühlstraße 4, 68766 Hockenheim) dreht sich alles um die Historie des Tabaks und seine Verarbeitung. Es werden jedoch auch soziale Aspekte aufgezeigt und so weckt ein Besuch Erinnerungen an die „gute alte Zeit“. Vor Ort nehmen sich Ansprechpersonen während der Öffnungszeiten von 14:00 bis 16:00 Uhr gerne Zeit für Rückfragen.
Katholische Kirche St. Georg: 15:00 bis 18:00 Uhr
Auch in diesem Jahr wieder mit dabei ist die katholische Kirche St. Georg, deren Grundstein bereits 1910 zur Blütezeit Hockenheims gelegt wurde. Mit ihrem insgesamt 64 Meter hohen Turm und der im Bogen verlaufenden, 36 Meter breiten Freitreppe stellt die Kirche ein beeindruckendes Bauwerk dar. Die katholische Kirche St. Georg zählt zu den seltenen original erhaltenen Jugendstilkirchen in Süddeutschland und ist weitgehend im ursprünglichen Zustand bewahrt. Dazu gehören Turm, Altäre, Kanzel und Orgel. Zwischen 2005 und 2009 wurde der Innenraum umfassend renoviert. Die Kirche gilt als bedeutendes Zeugnis des sakralen Jugendstils in der Region. Der hervorragend erhaltene und vollständige Innenraum macht die im Anfang unseres Jahrhunderts erbaute Katholische Kirche St. Georg zu einem Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Vor Ort nehmen sich Ansprechpersonen während der Öffnungszeiten von 15:00 bis 18:00 Uhr gerne Zeit für Führungen und Rückfragen.
Evangelische Stadtkirche: 14:00 bis 17 Uhr
Die evangelische Stadtkirche Hockenheim wurde zwischen 1905 und 1907 im architektonischen Ensemble mit der gegenüber dem Marktplatz gelegenen Pestalozzischule und dem seitlich gelegenen Pfarrhaus errichtet. Sie wurde im neobarocken Stil von Hermann Behagel entworfen, der im nordbadischen Raum zahlreiche Kirchen, aber auch andere Gebäude wie zum Beispiel die alte Heidelberger Synagoge baute. Mit ihrem 50 Meter hohen Turm zählt sie zu den großen Kirchen unserer Region. 2019 wurde die letzte große Renovierung im Innenraum abgeschlossen. Seitdem präsentiert sie sich als multifunktionale Kirche mit moderner Medientechnik und variabler Raumgestaltung. Auch durch die überregional herausragende Orgel eignet sich die Kirche besonders für Konzerte. Die evangelische Kirchengemeinde lädt am Sonntag, den 13. September 2026, interessierte Besucherinnen und Besucher ein, sich über die Besonderheiten einer evangelischen Kirche und insbesondere die architektonischen Merkmale einer Behagel-Kirche zu informieren und sich die neuen, modernen Möglichkeiten der Stadtkirche zeigen zu lassen.
Jüdischen Friedhof: 14:00 bis 17:00 Uhr
Die Stadtverwaltung Hockenheim und der Verein für Heimatgeschichte laden in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Jüdische Geschichte in Hockenheim“ auf den seit 1879 bestehenden Jüdischen Friedhof (Heidelberger Straße / Ecke Waldstraße, 68766 Hockenheim) ein. Besucherinnen und Besucher haben von 14:00 bis 17:00 Uhr zum einen die Möglichkeit, die über 5,72 Hektar verteilten 53 Grabsteine zu bewundern. Zum anderen stehen Klaus Brandenburger und Felicitas Offenloch-Brandenburger vom Arbeitskreis „Jüdische Geschichte“ für Führungen und Fragen rund um den Jüdischen Friedhof zur Verfügung. Das älteste Grab stammt vom 05. April 1880, die letzte Beerdigung fand hier im Jahre 1977 statt. Männliche Besucher werden darum gebeten, beim Betreten des Friedhofes eine Kopfbedeckung zu tragen.














